Cabaret Voltaire - Blog von electroboy

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Gedanken / Tagebuch – Juli 2014 3. Teil

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<– Juli 2014 2. Teil

22.7.2014
Eine schreckliche Zeit. Ukraine, Gaza, viele Tote, viele Opfer, Ohnmacht, so vieles bricht zusammen und ich sitze im Cafe (!) und weiss nicht, was ich tun soll. Alles in meinem Leben wirkt lächerlich, wenn man das Leid der anderen Menschen betrachtet. Trotzdem wage ich mich an etwas heran; das Experiment eZigarette. Vielleicht aus Respekt vor meinem eigenen Leben. Respektive der eigenen Gesundheit. Ja, heute wird die Plastikfluppe geliefert. Ich versuche optimistisch zu sein. Vielleicht habe ich die Power, der Tabakindustrie zu entkommen. Vielleicht schaffe ich den Schritt zu etwas mehr Freiheit. Vielleicht ist das unsexy sein mein neues sexy. 

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(Keine Liebe auf den ersten Blick. Wenn man zieht, klingt es wie bei einer Beatmungsmaschine)

Film-Countdown

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© 2014 electroboy, Creative Commons

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Gedanken / Tagebuch – Juli 2014 2. Teil

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<– Juli 2014 1. Teil

14.7.2014
Deutschland ist Fussball-Weltmeister. Möglich gemacht hat’s ein Tor in der zweiten Hälfte der Verlängerung gegen Argentinien. Jetzt sind sie zufrieden, versinken in zufriedener Ruhe und langweilen sich ohne WM ein bisschen. Aber nicht lange, denn es geht weiter. Der Zukunft entgegen, schneller, weiter, besser.
Hier noch ein Symbol für den Sommer, wie ich ihn mir vorstellen würde. Nicht grau, nicht kühl, nicht nass.

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Notiz: Ich hoffe, dass wir die Nationalitäten irgendwann überwinden können. Wie auch die Religionen. 
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15.7.2014

Selbstporträt und Hommage an Oliviero Toscani:

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16.7.2014

Heute wurde bekanntgegeben: Der Kinodok “electroboy” ist fürs Filmfestival Locarno in der Kategorie “Semaine de la critique” nominiert.

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Weltpremiere: 9.8.2014, 11 Uhr, Cinema Teatro Kursaal, Filmfestival Locarno

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17.7.2014
Nun findet also die Weltpremiere am Filmfestival von Locarno statt, “electroboy” wurde für den Kritikerpreis (Semaine de la critique) nominiert. Die Erstaufführung findet am 9. August statt, genau an dem Tag, an dem wir nach Berlin zurückziehen. Alles vorbereitet, alles geplant. Und der Umzug ist mir wichtiger als die Filmvorführung. Weiter ist der Film (und damit Produktion und Regie) nominiert, nicht der Protagonist. Soll ich als Privatperson hingehen und mich privat darstellen? Mich privat beklatschen lassen? Ja, es ist eine Leistung, zu sein, wie man ist. Und ja, ich empfinde mein Leben als Projekt, vielleicht sogar als Kunstprojekt. Aber der Film ist das Werk von anderen. Ein Festival ist ein Ort für Filmfreaks, Filmschaffende und Menschen, die Menschenmassen mögen. Der Stand der Dinge: Ich werde durch Abwesenheit glänzen und mich in Berlin einrichten, meinem Zuhause, meiner Wahlheimat, der Wüstenstadt mit den vielen Oasen, dem grossen, gemütlichen Dorf.
Die Alternative wäre eine umständliche Reise ins Tessin, ein Ankommen in einem total überfüllten Ferienort, einem Ameisenhaufen, in den genüsslich jemand hineingestochen hat. 
Doch da ist der Reiz, so etwas Ungewöhnliches zu erleben. Gerade mit einer Angststörung und einer Sozialphobie wäre das eine krasse Achterbahnfahrt. Selbst unter Einfluss meiner Notfalltabletten, den Schwebepillen.
Niemand sagt mir, was dort von mir erwartet würde. Müsste ich Fragen beantworten? (Man antwortet: Ja) Müsste ich in Kameras lächeln? (Ja) Müsste ich nur irgendwo in Sichtweite anwesend sein? (Nein) Oder mittendrin und voll dabei? (Ja) Bei was auch immer. Gehen wir da nicht unter zwischen all diesen Filmen, diesem Überangebot an allem, diesem Kulturmarkt, stehend zwischen all den Ameisen, die in und aus den Sälen strömen? Müsste ich irgendwo in einem der Cafes einen Stuhl reservieren? (Darum kümmert sich die Produzentin) Oder trinkt man dort Kaffee nur im Gehen?  
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18.7.2014

Tribute to Marik:

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19.7.2014
36 Grad im Schatten. Also so richtig Sommer. Ab morgen mit Regen. Heiss und nass. Keine Woche mehr, bis ich den Film “über mein Leben” sehe. Aber davon hatten wir es ja schon. Am meisten Spass bereitet mir die Reise in die Schweiz aufs Land. Kurz und hoffentlich witzig. Weg von hier. Mit einer neuen Fotokamera und einem Freund aus Berlin, der mich in Bochum abholt. Abenteuer Deutsche Bahn. Danach Umzugskartons kaufen. Reise in eine neue Phase meines Lebens. Ohne Filmkamera und möglichst Balastfrei. Am Liebsten wie früher, als alles in zwei grosse Taschen passte. 
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20.7.2014

Nachbarhaus in Bochum

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Quittung im Cafe

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21.7.2014
So viele Daten, so viel Besitz, so viele News…. ich bin heute total überfordert. Ich glaube, dass ein weisses Blatt Papier heute schon zuviel ist für mich. Zu viele Eindrücke. So viele Geräusche, es ist Lärm. Alles bewegt sich, selbst schlafen wäre zu anstrengend. 

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Juli 2014 3. Teil —>

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© 2014 electroboy, Creative Commons

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